[] jules — Le XVI Fructidor de l'an CCXIX

Sociological Images: Segregation in Washrooms

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[] edmond — Le XV Fructidor de l'an CCXIX

Peter Handke, In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus; ich habe oft an Choreographien von Pina Bausch denken müssen.

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[] edmond — Le XIII Fructidor de l'an CCXIX



Ein junges Paar vor Gate 80, das ein wenig aussieht wie studierende Kirchentagsbesucher, trägt trotz herrschender Kälte kurze Hosen; ihnen beiden sind die Gesichter eines möglichen zukünftigen Großelternpaares schon eingeschrieben: in freundlicher Fremdheit in der Schlange stehend, wobei offensichtlich er dafür zuständig ist, Dinge zu erklären, und sie, sich Dinge erklären zu lassen, vielleicht nur, weil sie ihn mag, wenn er etwas erklärt, und eher nicht, weil sie der Erklärungen bedarf; er erklärt: warum die Innenbeleuchtung des Flugzeuges zeitweise gedimmt wird (damit die Pupillen zur besseren Sicht sich weiten können), warum das Handy ausgeschaltet bleiben muss (damit der Funkverkehr nicht gestört wird); er hat sich am Zeitschriftenschalter das «Manager-Magazin» gekauft.

Während des Fluges sitzen sie neben mir. Der Mann (ich hätte auch schreiben können: «der Junge», oder: «der Großvater») schiebt das «Manager-Magazin» ins Netz mit den Worten: «Etwas döflich, diese Zeitung.» Dann liest er in einem Buch mit der Kapitelüberschrift «Gott ist das unendliche Warten auf ein anderes Morgen» weiter.

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Wieder der Antonioni-Blick, der Reiseblick, Professione: Reporter. Nicholson ersteigt mit schwerem Koffer die Stufen zum Hotel, in dem er ein Zimmer reserviert hat; ein älterer Mann empfängt ihn auf der Etage und sagt, dass er ihn zur Rezeption begleitet, dann führt er ihn die Treppen runter, auf die Straße und einmal um den Block. Man grüßt den Alten in den Bars — Ciao Bruno! —, er betritt mit ihm ein Haus, auf dem der gleiche Name des Hotels wieder steht, nur jetzt mit einer angefügten «2». Kein Zimmer frei. Also gehen sie eine Etage höher, wo ein Portier sein Bett neben einen Holztisch gestellt hat. Was Nicholson gut kann, ist, resigniertes Begreifen darzustellen; er spielt noch etwas Detektiv («Okay, ich bekomme das gleiche Zimmer? Für den gleichen Preis? Welchen Preis haben Sie mir denn geboten?»), und es passt zu einem Drehbuch von Antonioni, dass das Handy, mit dem Nicholson das richtige Hotel dann anrufen will, im Display die Botschaft «Nur Notrufe» anzeigt, das Hotel für ihn unerreichbar. Wie Nicholson dann auf die Straße tritt, nachdem der Alte und der Portier sich beleidigt geben, der Alte sogar zornig als erster weggegangen ist, womöglich erneut, um vor dem anderen Hotel als Abschlepper herzumzuspuken, wie der Portier nur unwillig nochmal die Tür öffnet, um Nicholson das schwarze Notizbuch rauszuhalten, dass dieser auf dem Tisch vergessen hat, sind ebenso Teil des sich nur vorwärts weiterblätternden Drehbuchs. Die Unfähigkeit sowieso Antonionischer Figuren, an einem früheren Punkt neu wieder anzufangen, statt einfach weiter über die Leinwand zu laufen: schlicht irgendein anderes Hotel zu betreten, ohne dass das erste Hotel oder die Reservierung noch einmal in der Geschichte erwähnt wird.

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Und auch das: auf einer Zeitungsseite die Schlagzeile: «Scoperta la fabbricca delle etichette false» (Fabrik der falschen Etiketten ausgehoben) mißzuverstehen (Fabrik der falschen Etikette ausgehoben), wobei das Foto mit den Carabinieri in den Schusswesten eine wilde Beziehung zwischen Benimmschulen, Etiketten, Mafia-Generösität und Angeboten, die man nicht ablehnen könne, auslöst, statt einfach nur eine Fälscherwerkstatt für Weinschildchen zu meinen.




Die Widerständigkeit Roms: der Vespafahrer, der dem Fußgänger vor dem Bordstein den Weg abschneidet, so dass er seinen Koffer über die höhere Kante heben muss, die Bahnsteige hinter Labyrinthen von Treppen, die Busumleitung, zu der man zufuß weiterziehen muss, weil die Metrostation vor dem letzten Halt gesperrt ist, die Massen der nachdrängenden Buspassagiere, der stets präsente Stoizismus noch der hektischsten Römer: der Mann mit der Zeitung: er ruhig, das Papier zittrig: die ältere Dame, die die Straße überquert: schnell, um nicht unter den Bus zu geraten, mit dem immer wieder umkippenden Trolley, den sie erfolgreich kämpfend auf die andere Seite rettet und weitergeht, als wäre nichts gewesen: mit ihrem Kleid, ihrer Post-Via-Veneto-Eleganz, ihren jeder Beschwerlichkeit trotzenden, schönen Schuhen.

Durch die Berge die große Überfahrt.

Es hat kaum noch etwas von einer Reise an sich, ich könnte mich eher unter die Pendler zählen, und mehr noch als das Bleiben macht mich das Pendeln zu einem von hier; die Busfahrer kenne ich fast mit Namen, die Raststätte durchquere ich blind und betrachte die anderen als Touristen.


Es stellt sich nicht einmal mehr das Wahrnehmen epischer Veränderungen ein, wenngleich ich die Zunahme an Häusern, Lagerhallen, Kreisverkehrsrotunden, Fremden registriere; am Ortseingang hat ein Chiosco eröffnet, die Leute der Nachbarschaft trinken unter Lampions alkoholische Getränke.

Nachdem wir gemeinsam gegessen haben, sitzen wir ein wenig auf der Terrasse vor dem Haus, registrieren die Mutation der nachtaktiven, schwarzen Mücken zu abendaktiven, nach Sättigung zu Bett gehenden Tigermücken, während vom Dorf jenseits des Tals das Orchesterfinale aus «Spiel mir das Lied vom Tod» herüberdringt.

[Ich vermisse den Wagen, über dessen Lautsprecheranlage die Messe der Dorfkirche ausgeschallt wird.]


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[] the butler — Le IX Fructidor de l'an CCXIX

Die Bilder auflösen, bevor sie stabil werden.

Bilder als Talismane, als Münzen auf den Augen.

Die Gedanken lautlos schalten, ein Fernseher ohne Ton. Erinnerungen an Zeiten, als ich dieses Gerät noch hatte: an das Bildrauschen, Sendeschluss, die Landeshymne eines absurden Freistaats (grand palais de ma mémoire): und dann der Fernsehmaler mit den Pinsellandschaften. Wenn der Pinsel über die Leinwand streicht, wenn die verstrichene Fläche behauptet, sie wäre Berge, Seen, Himmel, Wolken, Reh und Hirsch, obwohl sie Farbe ist, Pinselspur, Maske, Geste, Kitsch, dann wieder das Bildrauschen, die Fernbedienung, wieder die stille Wohnung, in die das Programm seine Bilder und seinen Schnee entsendet; die Nacht draußen, Schlaflosigkeit, Gedanken; lange Zeit bin ich früh morgens schlafen gegangen. Eines Nachts stand ich auf, zog mich vollständig an und lief durch die Straßen, ein nächtliches Viertel voller Einfamilienhäuschen, — was für ein Wort, Einfamilienhäuschen: eine Familie, ein Haus, ein Familchen, ein Häuschen. Ein Auto blieb stehen, das Pärchen darin fragte mich nach dem Weg; ich trug einen Anzug, den ich auf irgendeinem Flohmarkt gekauft hatte, könnte sein, dass er mal einem Postboten gehört hatte, ich war ja quasi auch sowas wie ein Bote der Nacht. Ein nachtblauer Postbotenanzug, und ich erklärte den Leuten den Weg.

An einer Bundesstraße, an die ich mich verlaufen hatte, stand noch ein Auto, vier Männer, die mich hilfeheischend anblickten und mir eine Europakarte unter die Nase hielten, zum Teufel, Monsieur, wie kommen wir von hier nach Amsterdam?

Es hat etwas Unredliches, die Erinnerungen hier so aneinanderzufügen, als würden sie tatsächlich aufeinander folgen, schon wird die Verkettung der Sätze zur Masche; man könnte Zwischenrufer gebrauchen, die sowas wie «Blödsinn! Hätte Proust besser recherchiert! Verpiss dich!» brüllen, Sprache braucht ja das Quantum Derbheit, vor allem Offenheit, Luft, man möchte mit der Axt in die Nasallaute fahren, Aufräumen mit allen Nasalitäten, du coté de chez Swann il y a un assassin qui lance son âche # aan de kant van Swann een moordenaar gooit een bijl, ich sollte holländisch lernen.

Gesehen: wenn sich Leute hier auf der Straße treffen, schieben sie Zigarettenschachteln zwischen die Häuserfugen, zwischen Regenrinne und Mauerwerk; der eine kommt, nimmt sich eine Zigarette raus, schiebt die Schachtel für den nächsten zurück, ein Spiel unter den Leuten dieses Viertels, das neben ihren Gesprächen wie ein Uhrwerk läuft, Zigarettenschachtelkommunismus.

Zigarettenschachtelkolchose, darauf einen Zigarettenschachteltoast: eine Schachtel den Bloggern, den Passanten, den Dichtern.

Für die Reise habe ich einem Kind eine Tasche aus Comicbildern gekauft, alle Figuren darauf lächeln, auf jedem Bild, alle dieses gleiche, Vertrauen einflößende Lächeln, lächellächel, was wäre, wenn die Figuren nicht lächelten, wenn die Figuren alle nicht lieb wären, wenn das Kind sofort mit dem Unlächeln sich vertraut machen müsste (Kind, mache dich bitte mit dem Unlächeln vertraut), statt einmal Luft zu holen, bevor man ihm beizubringen versucht, was Pflichterfüllung und Verknastertheit für tolle Steigbügelhalter sind, was, wenn man dem Kind dieses blöde Lächeln, diese blöde Lieb- und Niedlichkeit, von vorneherein auszutreiben versuchte? Muss man ihm nicht die Vorstellung dieses All-over-Lächelns lassen, dass alle, alles allüberall im Prinzip nett und freundlich seien, und dass lang vor jede Pflichterfüllung das Betrachten von Comics kommt, schon um dem Kind für das spätere Büroleben die Maßstäbe geradezurücken?

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Goncourt's Blog: 5000

[] jules — Le VIII Fructidor de l'an CCXIX

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[] jules — Le V Fructidor de l'an CCXIX

Ein Paar, Mutter und Sohn, die das Haus betraten, der Sohn hielt sich eher noch in der Tür des Eingangs auf, liess sich von der Mutter einen Autoschlüssel geben und verschwand wieder, während sie, groß und mächtig, mich ansprach: «Mein Sohn will sich selbstständig machen. Sind wir hier richtig?» Sie hatten sich im Eingang geirrt. Ich sah sie nach gegenüber laufen, der Sohn schaute sich parkende Sportautos an, die Mutter warf was in den Wagen, den sie in der Feuerwehreinfahrt geparkt hatte.

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Urban Diary

[] edmond — Le II Fructidor de l'an CCXIX

















Die Tage gehen wie Blätter durcheinander. | Einen ganzen Stapel graphic novels gekauft. Moore/Lloyd, Will Eisner, Jason Lutes. | Ist die Übersetzung von Taniguchis «Sicht der Dinge» so schlecht oder stehen da wirklich Sätze wie die über den Hund: «Dass er da war, hat mir geholfen, mich nicht mehr so allein gelassen zu fühlen. Er war eine echte Stütze»? | Ich hätte gerne eine Lumix LX5, wenn sie rauskommt. | Dass ich technische Dinge mag, wenn ich ihr Konzept verstehe, und ihretwillen auf Features verzichten würde, ist mir auch erst dieses Jahr so richtig bewußt geworden. | (Nikon vs. Canon, Mac vs. Windows, die Kaffeemaschine, die ihren Filtertrichter in Gleitbewegung öffnet vs. die Kaffeemaschine, die Sahne aufschäumt etc.) | Dieser unerwartete Französismus ausgerechnet im englischen Wort technique. | Mich auf dem Fahrrad vom Anblick der leeren Straße abwärts zur Hemmungslosigkeit hinreißen lassen, dabei fast einem Auto ins Heck gefahren; zum Glück nur Schürfwunden (die beiden Frauen, die erschrocken aus dem Wagen ausstiegen, hatte ich trösten müssen). | Fahrrad gefahren durch eine sonntägliche Sintflut, über den Fontänen der Autos hinweg. Dass man zu einem Fahrzeug Leidenschaft fassen kann, verstehe ich dann jetzt also auch. | «V wie Vendetta» habe ich gerne gelesen; aber ist dann die Pointe zum Schluss, dass eine soziale Revolution durch ein überfähiges Anarchistengenie ausgelöst und sozusagen im Alleingang durchgeführt wird, nicht ein Widerspruch in sich? | Jeder Tag ein anderes Wetter, jeder Tag ein anderer Weißabgleich. | Der Friseur hat seinen Laden modernisiert: die Bilder mit den 80er-Jahre-Duran-Duran-Frisuren fehlen mir jetzt schon. | Während ich unter dem Friseurtuch saß und durch den Spiegel hinaussah, dachte ich an die Idee vom Bild als einem weiten Fenster zur Straße: jeder Passant eine Vokabel, ein Aperçu. | Zwischen den Tagen ein Buch über Java-Projekte durchgenommen: sind Javaprogrammierer wirklich so? Zücken die echt Pflichtenhefte? | Wie kann denn überhaupt jemand etwas nach Plan zuende bringen, ohne sich von den Assoziationsketten seiner Concetti ablenken zu lassen, Plan Do Check Act? | Pläne eher topografisch als linear formulieren. |  Sergej Tretjakows «Literarische Vielfelderwirtschaft»: das dialektische Unterlaufen des straighten Texteschreibens und Pflichtenhefterledigens: «Man kann ein nomadisierender Faktograph sein», die Dinge aufnehmend, dann weiterziehend; aber statt nie wiederzukehren, «muß der nomadisierende Faktograph seßhaft werden und zur Vielfelderwirtschaft übergehen»: an vielen Etappen gleichzeitig sitzen; wenn man mit einer nicht weiter kommt, geht man zur nächsten über, saisonabhängig, bis man zur ersten zurückkehrt und über der Wiederholung das sich Verändernde, Neue wahrnimmt. «Ich zum Beispiel habe in Skizzen festgehalten: Peking, Svanetien, dann ein Dorf in der Umgebung von Moskau, dann einen nordkaukasischen Kolchos, ein Tuberkulose-Sanatorium, einen Wolgahafen, die botanische Arbeit in Suchumi, das Büro der Jungen Naturforscher in Sokolniki und das Leben der Baptisten.» | Zu den Städtchen Gürzenich und Anröchte sollte unser Butler mal eine Radtour machen. | Was für ein schöner Regen. Was für ein schönes Bett.

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[] jules — Le XXVI Thermidor de l'an CCXIX

Dortmund, Hansaplatz 1928: Oma Emil und der Vater des Cartoonisten.

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[] jules — Le XXVI Thermidor de l'an CCXIX

Die Initiative für das Unabhängige Zentrum Dortmund hat heute zwischenzeitlich ein Gebäude der Kronenbrauerei besetzt. Obwohl ich ganz in der Nähe bin, habe ich davon erst spät etwas mitbekommen. — nachdem schon das Thier-Gelände zugunsten eines stadtplanerisch absurden Einkaufszentrums plattgemacht wurde, und es hier letztlich darum geht, ein Baudenkmal vor dem Verfall zu retten, scheint den Autoren dieses Weblogs eine Solidaritätsadresse angebracht.

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[] jules — Le XXVI Thermidor de l'an CCXIX

Nochmal ein kleines Bonbon aus der Weblog-Archäologie (Eintrag ganz oben)

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[] edmond — Le XXI Thermidor de l'an CCXIX

Ich erinnere mich, dass M. mir damals hatte widersprechen wollen, als ich irgendwas über Sympathie als vermeintlich generelle Erklärung für ein Foto zu sprechen anfing, das war ein Gedanke, der mir so gegenflog, und der entsprechend unscharf geblieben ist & wahrscheinlich falsch; ich hätte gern gewußt, was M. dann fast gesagt hätte (Satzanfang: «Hm, ich…»), – wir standen mit sehr vollem Wagen an der Supermarktkasse, was sicher nicht der ideale Ort ist, Sätze zuendezusprechen, ich fotografierte ihn; das Verb und den Punkt müssen Bilder machen.

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Gesellschaftliche Anlässe mit meinen Freunden sind mit der Zeit formeller, erwachsener geworden.

Wenn die Stühle dichter gestellt werden, wird es schwierig, sich zwischen sie zu setzen.

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Mit einer Tischnachbarin darüber gesprochen, dass die handaufziehbare Uhr, die sie trägt & die immer ein wenig falsch geht, genau deshalb ja ganz richtig ist.

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Es war eine Hochzeit, auf der ich mehrfach gefragt wurde, wie ich die Brautleute und mehrere ihrer Gäste kennengelernt habe. Dann kam von den Brautleuten, den jeweiligen Gästen oder auch von mir die Antwort, wir hätten uns über das Bloggen kennengelernt und die teils sehr herzliche Freundschaft sei geblieben. Es gab sogar jemanden, dessen Blog ich früher gerne gelesen hatte, den kennenzulernen ich auch dieses Mal nicht mehr schaffte. Auf die andere Frage, wer von uns noch bloggen würde, scheint nur dieses Weblog übriggeblieben zu sein.

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(Hatte denn nicht Praschl irgendwo vom Weblog als einem Endlos-Text geschrieben?)

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Als einer der ersten gegangen; das hatte ganz unbloggish mit Pflicht, Räsonnement und Früh-Aufstehen zu tun. Ich bin im Dunkeln eine Landstraße hochgestiegen, in der Erwartung eines Taxis, das ich bestellt hatte, und musste an eine der Fürbitten während der Trauung denken, die mir gefallen hatte, obwohl oder gerade weil sie als Fürbitte, sich selbst unterlaufend, widersprüchlich war: eine Fürbitte für die Fremdbestimmten und Entrechteten, und ich würde den, der das sagte, ja gerne öfter sehen.

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