[] edmond — Le XVII Ventôse de l'an CCXIX




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[] edmond — Le XVII Ventôse de l'an CCXIX

Nobody had complained or objected. Authority had taken its own decision that the British public did not wish to appear in Dunwell’s photograph, even if only in the background.

Times Online: Photography under threat: The shooting party’s over via The Cartoonist

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[] edmond — Le XVI Ventôse de l'an CCXIX


Der Siemensstern | Schrift in der Stadt | Ein Mann trägt seinen Schirm wie einen Blumenstrauß. | Ein anderer drückt die Enden seines Schals so übereinander, dass sie deckungsgleich aufliegen. | Eine Frau, die in der Bahn den Stadtteil-Eigenbrötler ankeift, er sei wohl ein Muttersöhnchen. | Luminanz und Chrominanz | Wörter, die ich versuche, mir zu merken.



James Benning Appreciation Club. | Jacopo Pontormo Adoration Shrine. | «[…] und dann denkste, gehste mal bloß 2 Stunden zur FDP […]» | Das laute Sprechen ins Handy. Das laute Lachen. Das laute Klatschen in die Hände. | Zwischen den lauten und den leisen Geräuschen Stille. | Hatte das Wort Bokeh für ein Fotografen-Analogon für Bouquet gehalten. | Eine gewisse Unschärfe, die Freiraum und Duft und Fülle zugleich bedeutet.




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[] jules — Le XV Ventôse de l'an CCXIX

Zu den Texten meiner Mitblogger:

Die erwähnten beiden Kellner in dem Dortmunder Lokal waren Zwillingsbrüder, die zusammen nach Deutschland gekommen waren. Wenn man sie nebeneinander sah, hätte man sie nicht für Brüder gehalten; wenn man nur einem von ihnen begegnete, verwechselte man sie ständig — das führte zu blöden Situationen, wenn der eine Bruder Bestellungen kassierte, die der andere aufgenommen hatte, und der Gast glauben musste, er hätte es mit einem Kellner ohne Gedächtnis zu tun.

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Mein Vater erzählt, die einträglichste Stelle in seiner Jugend in Italien sei die des Landpfarrers gewesen: die Bauern, wie arm sie auch waren, reservierten das beste Huhn, den besten Wein, das beste Obst stets für den Herrn Geistlichen, vorausgesetzt, er verzichtete auf ein höheres Ziel: Karriere hätte den Wechsel in die Stadt bedeutet und Armut und Fasten. Karriere-Geistlichen ging es eher schlecht.

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Der Butler besteigt den Kirchturm und hat Furcht vor der Glocke.

[] the butler — Le IX Ventôse de l'an CCXIX

Ich hätte um ein Haar Edmonds neue Kamera fallen lassen, als direkt neben mir die große Kirchglocke zu schlagen begann. Also, die große jetzt. Zum Glück war erst zwei Uhr.



Ich hatte bereits von oben her Geräusche gehört. Zum Vorschein kam ein Mann, den man für das Turmgespenst hätte halten können. Es war aber nur ein Clochard. «Es kommt ja überhaupt niemand hier rauf, wie schade», sagte er, bevor er runterging. «Wenn Sie nicht gekommen wären, hätte ich jetzt direkt unter der Glocke gestanden.»



UND Master Jules hat also mit mir gesprochen: Geh, besteige den Turm der Reinoldikirche. Nimm die schweren Ziegel von meines Bruders neuer Kameraausrüstung und trage die Last zum Himmel. Steig wieder herab und berichte, was Du dort oben gesehen hast.

So tat ich denn.


Als Kind habe ich öfter in dem Lokal direkt gegenüber der Kirche gesessen, in dem mein Vater gekellnert hat. Ich habe die Kirche mit Kugelschreiber auf die leeren Rückseiten von Bierdeckeln gezeichnet. Einmal hatten zwei junge Kellner und ich während einer Mittagspause die Zeit genutzt, diese Bierdeckel als Frisbeescheiben durch das ganze Restaurant zu werfen. Die Kellner hatten dafür großen Ärger bekommen, ich bestimmt sowieso.

Das Stadtbild da unten ist ein Text, der nichts ausgelassen hat.

Diese wohltuende Altstadtlosigkeit. Diese schöne Abwesenheit von altfränkischer Zierde. Diese schönen Bauklötze, Module, Baustellen, ihre Rolltore, Alutüren und Energiesparfenster. Es wird alles gut werden: es ist ja alles so säkular.









Zum Wechseln der Kameraobjektive gehe ich in die schmale Nische, durch die ich ins Freie getreten bin; ich hoffe, der Glöckner will nicht ausgerechnet jetzt frische Luft schnappen und schlägt die Tür auf.

Schritt um Schritt das Plateau umrunden; die Stadt fotografieren, heißt, sie abzuschreiben.




Erinnert sich noch jemand an die besteigbare Betonskulptur, die früher vor der Kirche stand? Die irgendwann neu gestrichen wurde, um «Graffitti-Schmierern» Einhalt zu gebieten? Die dann irgendwann abgerissen wurde, um sie vor neuen Tags zu schützen? An die Punks, die früher hier saßen, ihre Nachfolge-Generationen, die sich unter das Vordach von Hertie zurückzogen, bevor sie von der Polizei vergrault wurden, weil das Kaufhaus inzwischen ein Modehaus war, mit Sandsteinplatten statt Stahllamellen? Weiß noch jemand, dass früher hinter der Imbissbude “Wolberts” eine Alarmanlage installiert wurde, um Tauben zu verscheuchen? Dass die Alarmanlage häufiger schrillte als je eine Kirchenglocke geläutet hat? Ist in diesem löblichen Bestreben nach Ordnung und Sauberkeit wenigstens ein wenig Müdigkeit eingetreten?


Der Butler, als er noch Kind war, wurde an der Hand seiner Frau Mama an dem Plattenladen auf dem Platz von Leeds vorbeigezerrt — jetzt ist darin ein Pfandhaus — an komischen Leuten mit bunten Haaren vorbei, die sog. Punker. Sagt das überhaupt noch einer so? Hat noch einer diese, wie sagt man? Eltern mit Rüschengardinen, über deren Art, englische Begriffe zu übernehmen, man sich lustig machen kann, ohne gleich mit Kleinkunstbühnen kompatibel zu sein?

Die Ausrüstung wird mir schwer. Wollte Master Jules etwa auch, dass ich ihm steinerne Schrifttafeln hinunterbringe? Das könnte ich nur besoffen; wieso ist übrigens diese Bischöfin zurückgetreten? Steintafeln mit Graffitti, mit dem Text, dass «jemand hier anwesend war», dann Namen, die bleiben.





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San Giacomo (1991)

[] edmond — Le VIII Ventôse de l'an CCXIX

Das Archiv neu zu sortieren, neu zu scannen. Die Software fordert mich auf, einen Farbraum einzurichten: so liegt zwischen einer Erinnerung und ihrer Aufbereitung die Organisation einer Quantität von Farben (vor 19 Jahren hast Du soundsoviel Mio. Farben gesehen, wieviele davon siehst Du jetzt?).

Ich fahre oft hinunter, mit irgendeiner Billig-Airline, wie sie Jacques Tati hätte verfilmen können, steige um in einem gottverlassenen, epischen Bus, werde nahe der Mautkontrolle herausgelassen, wo, wenn alles gut geht, mein Onkel mich abholt, sonst wäre ich in der Pampa verloren.



Manchmal gelange ich auf spätabendlichen Spaziergängen zum Haus, in dem ich mal ein eigenes Zimmer hatte, und das von seinen jetzigen Bewohnern erweitert, modernisiert, sogar aufgestockt worden ist, kaum noch wieder zu erkennen, mit getünchten Wänden und einem Garten voller gepflanzter, junger Bäume.


Dass Du Dich an solche Bilder erinnern kannst, ist vielleicht noch Deine sonderbarste Seite: Grillen, Fledermäuse, Waschschüsseln, Hühner, Kilometersteine, Provinzjugend, neapolitanische Karten, die ganz und gar «unmögliche» Kleidung der Bauern: wenn sie zur Landarbeit Hemden, Blusen, Hüte tragen, die du auf keinem Karstadt-Grabbeltisch je gesehen hast, die jetzt für die nächste Ernte weiterverwendet werden, weil nichts hier je verkommen darf.



Ich kam auf Besuch zu einem mit uns verwandten und befreundeten Bauern, dessen Frau selbstgemachten Grappa aus einer Flasche für konzentrierten Alkohol servierte, es stand noch das Warnzeichen drauf (schwarzes Kreuz auf orangenem Grund). Ihr Haus war nach und nach zusammenmontiert, um nicht zu sagen: kolportiert. Der Bauer hat alles verbaut, was für Funktionalität und etwas hübsche Dekoration geeignet war. Die Putte vor dem blaugetünchten Eingang — von einer bürgerlichen Sommerfrische übriggeblieben? Der defekte Flipper aus einer Bar des benachbarten Dorfes, mit beschlagenem Glas; Grubenlaternen, Taubenkäfige. Ein Fenster, das aus einer Schwenktür stammte, ebenfalls aus einer Bar (alte Szenen im Kopf, wie mein Vater mit mir in die Dorfbar telefonieren ging: kleine Kabinen mit gelöchertem Blech). Der Bauer hat alles, was er auf Baustellen aufklauben konnte, in sein Anwesen mit eingebaut. Ein Haus bestehend aus anderen Häusern: eine Schiebebühne aus gefundenen Kulissen, ein Theaterhimmel. Das ganze Haus ein Sample.

Eine Tür fiel mir auf: braun, mit gewölbten Knäufen aus verschabtem Messing, gefrästes Klassizisten-Relief.

Es war die Eingangstür vom Haus meiner Großeltern. Offenbar hatten die Leute, die heute in diesem Haus leben, die es bereinigt, modernisiert und erweitert hatten, dem Bauern die alte Haustür überlassen.





Die Unzugänglichkeit eines Ortes



& die Abwesenheit derer, deren Anwesenheit beim bloßen Nennen dieses Ortes vergewissert schien.

Ein Bildraum, ein Farbraum für einen verloren gegangenen, jetzt völlig inkommensurablen Blick: dessen Bilder mir zwischen die Wörter fahren, dessen Unformulierbarkeit zwischen die Sätze; ein Bildraum, der mir fremd bleibt, restlos anders, und doch, obwohl er ins Unmögliche weggebrochen ist, Teil durchweg realer Biographie, wie städtisch diese eigentlich auch sei, wie deutsch dann auch.

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[] edmond — Le VIII Ventôse de l'an CCXIX

Entzückt zu sein über Eichhörnchenfotos zähle ich mittlerweile zur persönlichen Mindestmoral.

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[] edmond — Le VII Ventôse de l'an CCXIX

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[] edmond — Le VI Ventôse de l'an CCXIX

undundund | punpunpun

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[] edmond — Le VI Ventôse de l'an CCXIX

«My oldest son, Nicolas, is a photographer and I’m sure he’ll continue the project after me,» said Goldberg. «He has his own daughter now, so we’re starting to develop a tree instead of just one trunk – there are different branches starting to appear.»

A lifetime project captured on film

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[] jules — Le VI Ventôse de l'an CCXIX

Nevertheless, a judge in Milan today convicted 3 of the 4 defendants — David Drummond, Peter Fleischer and George Reyes — for failure to comply with the Italian privacy code. All 4 were found not guilty of criminal defamation. In essence this ruling means that employees of hosting platforms like Google Video are criminally responsible for content that users upload. We will appeal this astonishing decision because the Google employees on trial had nothing to do with the video in question.

Official Google Blog: Serious threat to the web in Italy

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Francavilla al mare (1998)

[] edmond — Le VI Ventôse de l'an CCXIX







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[] edmond — Le V Ventôse de l'an CCXIX

hey, sonst haben wir doch auch so ins Blog getwittert

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[] jules — Le V Ventôse de l'an CCXIX

Ich wollte schon lange auf dieses Weblog hinweisen und will es jetzt tun: Froschfilm lese ich sehr gern.

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[] edmond — Le III Ventôse de l'an CCXIX

Volker Panthenburg: Abgesicherter Modus

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Eclipse

[] edmond — Le III Ventôse de l'an CCXIX


pas de deux, pas de trois | Dass die Stadt noch im Offiziösen so aufgelöst sein kann. | Zwischen dem Reifenpoltern und dem Reifenschleifen Gesänge von Fußballfans | das ist ein bisschen wie ein abgebrochenes Stück hartes Werkzeug. | Neulich wieder eingefallen: früher drang Biergeruch durch die gesamte Stadt, wenn die Brauereien ihren Sud in die Kanalisation gekippt hatten | Die zukunftsgewandte, ja, zukunftsfreudige Stadt, nein, Metropole, wenn nicht: Innovationspool.






Zwei Mädchen fotografieren sich gegenseitig. Diese einheitliche Kleidung aller, egal welchen Alters; bei jungen Männern sind gerade wieder Taxifahrerlederjacken en vogue | Das Verschieben der Bruchlinien von einem Accessoir auf das andere, nicht das Aufheben der Brüche. | Immer wieder «junge Erwachsene» mit Frisuren aus einem Visconti-Film | Vor der Götterdämmerung kauft sich das junge Paar noch einmal Sektflötenuntersetzer für den Partykeller der elterlichen Villa in Dortmund-Persebeck | (Das ist einer der Vororte, die den Bewohnern der meisten anderen Vororte völlig unbekannt sind, weil man sie (a) mit den öffentlichen Personennahverkehrsmitteln so schlecht erreicht, (b) wegen des Mangels an adäquaten ökonomischen wie kulturellen, kurz, der Vernunft gefälligen Infrastrukturen auch kaum erreichen will.)

Täusche Dich nicht, Jules, ein wenig hänge ich doch an dem Desaströsen hier, trotz der neuen Albert-Speer-Lampen. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, dass ich unserem Majordomus heute abend freigegeben habe. Er soll sich unter die Leute mischen, ein bisschen Luft schnappen. Er träumt so komische Träume in letzter Zeit.

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[] the butler — Le II Ventôse de l'an CCXIX

Die alte Dame B. geht auf den Fotografen T. zu und sagt: «Ich hätte gerne für jeden Wunsch einen eigenen Hygienebeauftragten.» [aufgew.]

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Dortmund, Soundgarden 2010

[] edmond — Le II Ventôse de l'an CCXIX






[Call me «Dortmunder Berghain». | Dass es von der Dorfdisko doch ein Bild bei Tag gibt. | Früher sagten Radiomoderatoren «Der Schuppen» dazu, was sagten wir eigentlich? | eyes wide shut.]

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[] edmond — Le II Ventôse de l'an CCXIX

Die zweiäugige Reflexkamera ist für Kriegsreporter zu gefährlich, denn wenn man sein Motiv von oben durch den Lichtschacht heraus anvisiert, ist man ein zu leichtes Ziel.

[Jörg Walther, Das Profi-Handbuch zur Nikon D700, Düsseldorf 2008, S. 12 — im Anreißer auf dem Cover noch: «Grenzsituationen der Kamera sicher beherrschen»]

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[] edmond — Le I Ventôse de l'an CCXIX

Vor ein paar Tagen aus Sentimentalität meine erste Kamera neu ersteigert, Minolta X300, nicht nur analog, sondern auch weitgehend mechanisch. | Wie diese Kamera immer noch funktioniert, dieser wesentliche Unterschied zu späteren Kameragenerationen, was das Geld und die Technik angeht: nicht der Sensor entscheidet über die Möglichkeiten, die man mit einer Kamera hat, sondern, wenn man Blende und Verschlusszeit einstellen kann, der Film. | Natürlich auch das Objektiv; aber während der 15 Jahre, die ich mit dem Gerät umging, hatte ich nie den Eindruck, über Gebühr eingeschränkt zu sein. | Diese grifflosen, späteren Dynax-Modelle, Fliegengewichter mit langsamem Autofokus, die ich verwendet hatte, gebraucht gekauft für 20-30 Euro. | Die Sony α100, die wieder diese Flexibilität hatte, schlicht, zweifellos eingeschränkt, aber wunderbar, wenn man ein paar Bilder improvisieren wollte. | Mein Vater gestern abend: er findet Bilder, die mit einer Kompaktkamera gemacht wurden, sowieso besser — dann zeigt er mir Bilder aus einer Kneipe, die so sind, wie Kneipenbilder eben sind. Leute, die sich im Arm halten, Blitzlicht, rote Augen. Ich dachte, dass das, was er dazu sagte, nicht falsch war. [Was hat Bourdieu dazu geschrieben? Hat er solchen Bildern wenigstens Legitimität eingeräumt?] Das Gebrauchsbild vs. das Bild «engagierter Hobbyfotografen» vs. das professionelle Bild, das wieder ein Gebrauchsbild ist. | (Aber wie gerne ich die Bilder mag, die er von uns am Strand mit der Pocket gemacht hatte. Warum gibt es keine Pocketfilme mehr?) | Mein Großvater, der seine Frau stets vom Knie an in die Bilder stellte, als Beleg, dass er in dieser Gegend wirklich «dagewesen» sei. | Ich wollte endlich freihändig die Sterne fotografieren können.

Die X300, fällt mir gerade ein, erinnert an die mechanische Schreibmaschine (Olympus), die ich irgendwann auf der Straße gefunden und mit nachhause genommen hatte. Damals lagen plötzlich viele Schreibmaschinen auf der Straße. Ich habe doch mit einer solchen Maschine Papierberg um Papierberg beschrieben? Apparate-Madeleine.

So ist jetzt die D700 eingetroffen («and now to something completely different»); ich hatte einen langen Tag und eine lange Nacht durchgerechnet und schließlich auf “Submit” geklickt. Ich würde längere Zeit, was Ausgaben angeht, — wie sagt man in Zeiten des aggressiven Kapitalismus? — «finanztechnisch außer Gefecht sein».

Ich muss an den gescheiterten Roman Albert Camus’ denken, Der glückliche Tod. Hier leistet der Protagonist einem lebensmüden Gelähmten Sterbehilfe und nimmt dessen Geld. Der Roman handelt nur davon, wie es ist, dieses Geld zu haben, davonzugehen, und Tag für Tag gegenwärtig zu sein.

Ich goss mir einen Grappa ein. Dachte an die kommenden Wochen. Legte Musik auf.

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[] edmond — Le XXIX Pluviôse de l'an CCXIX

Nikkor 24-70mm/2.8. Diese enorme Linse. Dieses Gewicht.

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