GONCOURT'S bloggende FLUCHT NACH DRAUSSEN

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  • sofa.rites de passage
    Blog von Peter Praschl, Schaum, Stefan Knecht und The Frank.
  • Monochrom (Blog)
    Englischsprachiges Weblog der österreichischen Künstlergruppe Monochrom.
  • Blogs By Iranians
    Plattform für iranische Weblogs.
  • Africa Pundit
    Weblog von Noah McMillan. Afrikanische Themen, Schwerpunkt Politik.
  • jimmiz journal
    Blog von Cem Basman mit dem Schwerpunkt Politik, Wirtschaft und Kultur. Eindrucksvoll sind einige Einträge, in denen er ein wenig von seiner Jugend erzählt. Er ist als Kind in Istanbul aufgewachsen, als Sohn einer deutsch-amerikanischen Diplomaten-Familie. Ob er tatsächlich Cem oder Jim heißt, weiß ich nicht: es kommt immer darauf an, welchen Namen man zu welchem Zeitpunkt annehmen kann und wofür. Es ist ein Irrtum, dass dies eine Anmaßung sei.
  • Malorama
    Hier zeichnet sich etwas ab, das uns, die Brüder Goncourt, ebenfalls zum Bloggen gebracht hat: diese phantastische Heterogenität, dieses Notizenhafte, Kurze, und dann solche Texte:
     
    »prognose: return of teppichboden. "da lag noch so’n fieses laminat drin" gehört bald zur standardfloskel der wohnungssuchenden. und all die barfußlaufenden wohlfühlfrauen werden velours so richtig kuschelig finden. und ihre exlaminatverlegenden alleskönnermänner mutieren zu experten für biovollverklebung.«
     
    — ist das nicht geil?
  • Archäologie des Bloggens
    Essay von Jörg Kantel (Schockwellenreiter) zur Geschichte des Weblogs.
  • Gesprächsfetzen
    Als die Gesprächsfetzen von Parker Lewis noch existierten, stellten sie etwas völlig Eigenständiges dar: irgendwo zwischen Supermarkt, Katholizismus und Robert Walser. Das Weblog hat dichtgemacht, und das gehört, auch wenn’s schwerfällt, zur Qualität von Weblogs: dass sie grundlos die Klappe herunterlassen können, dass sie sich selbst, wenn sie das Lieblingsblog vieler Leser waren, nicht rechtfertigen müssen, es gehört zum Medium dazu. Vielleicht hat sich Parker Lewis als zu ‘humoristisch’ gesehen (auch wenn mir ‘humoristisch’ nie einfallen würde), vielleicht ist er längst unter anderem Namen tätig — bevor ich mich hier vollends zum Mystagogen mache, verrate ich Ihnen lieber einen Hintereingang in dieses Paradies silbrig glänzender Marketingtaschen und lachender Hostessen…
  • f
    The frank, der auch zu den Autoren von sofa gehört, ist legendär für seine Fotostrecken, die er mit einer Digitalkamera gemacht hat. Die Fotografien liegen irgendwo zwischen Schnappschuß und Linien/Farben-Muster, zwischen der Entdeckung klassizistischer Spielcasinos und kleinteiliger Mammut-Gehäuse. Ich denke bei seinen Fotos an den "Photoapparat" von Toussaint: der Ich-Erzähler beginnt am Ende des Romans im Finstern ein Foto nach dem andern zu schießen, als würde es nur auf den richtigen Verschluß ankommen, um der Wirklichkeit gegenwärtig zu sein. Die Digitalkamera ist für the frank höchstpersönlich entwickelt und in Serie gegeben worden. Die Casinos ebenso.
  • erratika
    Zur Erklärung, was Erratika seien, verweist Hans Peithenen hierauf: wenn man einen der Links anklickt, muß man nach Erratika etwas suchen und stößt nebenbei auf schöne Sätze, die vielleicht nicht das sind, was man suchte, die einen sogar vielleicht vergessen lassen, was man ursprünglich überhaupt wollte, weil sie vielleicht ähnlich sind wie z.B. dieser Satz:
     

    Glazigene Kerbtäler entstehen, wenn durch steiles Gefälle der Zug im Gletscherkörper dem Druck überwiegt und dadurch die Flankenreibung gegen die Grundreibung in ihrer erosiven Bedeutung zurücktritt. Flaches Talgefälle -> Trogprofil, steiles Talgefälle -> Kerbprofil.

     
    So funktioniert Erratika: es klingt womöglich billig, von einer 'Tektonik des Internets' zu sprechen, aber wenn man sich eine Gesteinsschicht ansieht, an einer Stelle einen Riss vielleicht und daran eine plötzliche Verschiebung: wenn man dieser Verschiebung folgt und auf Links trifft, die man nicht erwartet hatte, dann ist man beginnt man zu verstehen, was ich meine. Neben wirklich großartigen Links (wo bekommt der die nur alle her?) findet sich auf Erratika auch der legendäre Spaziergang, den Peithenen und the frank (s.u.) durch Berlin unternommen haben.

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