Wär ich Chef in einem Schnöselbüro, in dem alle ihre Infos über das Handy in die Netzwerke pushten, würde ich, glaube ich, die Daumen in die Armlöcher meiner Weste stopfen und herumbrüllen: «Krautzke! Tun Sie Ihre Arbeit! Im Dienst wird nich getwittert! Wo sind Ihre Bilanzen der Jahre 1972-2001? Häh?» Und wollte sich dann einer fortschleichen, um irgendwelchen Bürgerreportern vor dem Wasserspender die neuesten Margen zu verraten, riefe ich: «Flötzendorff! ‘Zeihung, — VON Flötzendorff!! Hören Sie auf, mit Ihren Internetbekanntschaften zu quatschen! Für Family ist in den Geschäftsräumen kein Platz!» Letzteres nur deshalb keine Lüge, weil ich ein paar jungen Kollegen mit Kindern freigegeben habe, damit sie mit den Kleinen ins Kino gehen, unter der Voraussetzung, dass sie sich auch wirklich Zelluloidstreifen ansehen, außerdem läuft da gerade eine Chahine-Retrospektive, bin ja kein Unmensch.