[] the butler — Le XXVII Floréal de l'an CCXVII

Ich bin omnipräsent und ubiquitär.

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[] edmond — Le XXVI Floréal de l'an CCXVII

Dass man sich in Hard-Boiled-Krimis mit blossen Behauptungen detektivischer Bescheidenheit, Menschlichkeit, Gelassenheit zufrieden gibt, dass allein dies reicht, um sofort seine ganze Sympathie an den Detektiv zu verkaufen.

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[] edmond — Le XXVI Floréal de l'an CCXVII

Ihm liege viel an follitudine, nicht solitudine, sondern im Sinne von folla, Menge, aber in dieser folla allein.

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Il paese

[] jules — Le XXVI Floréal de l'an CCXVII

Deutsche Berichte

Italienische Berichte

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Als Silvio Berlusconi 2001 das zweite Mal in Italien die Regierung übernahm, saß ich ein paar Wochen später in einem Zug in Sizilien. Eine Gruppe junger amerikanischer Touristinnen öffnete ein Zugfenster; ihre Gespräche waren laut und gut gelaunt, sie ernteten von den italienischen Fahrgästen zahlreiche böse Blicke. Über das geöffnete Fenster entwickelte sich sowas wie ein Streit. Die Leute um mich empörten sich, es gäbe eine Klimaanlage (die nicht funktionierte), man dürfe die Fenster nicht öffnen, ausserdem seien die Mädchen zu laut. Die Amerikanerinnen verstanden nicht ein einziges Wort und amüsierten sich nur. In dem zwischen Spott und Lästerei sich entspannenden Gespräch meiner Sitznachbarn — soweit ich einschätzen konnte, gut situierte Kleinbürger — wurde öfter betont, mit Berlusconi würde sich sowas jetzt ganz schnell ändern.

Was mache ich mit einer solchen Anekdote? Sie belegt nichts, indiziert nichts. Sie fällt mir nur, angesichts der Ereignisse in Ponticelli ebenso ein, wie die Bilder aus Rom, die letztes Jahr durch die italienischen Nachrichten gingen: Transparente eines faschistischen Mobs («Anwohner») vor dem Haus einer Roma-Familie, «Wir wollen euch nicht», «Haut ab», und ein kleines Mädchen, das irgendwie an denen vorbei musste. (Der konkrete Fall ist schwer zu googlen. Man stößt auf die Ereignisse wenige Monate später: [1], [2], [3])

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Für den Umgang mit dem Thema im deutschsprachigen Raum beispielsweise der Bericht von Peter Kreiner im Tagesspiegel:

Der Unmut über die Roma hat in den vergangenen Monaten stetig zugenommen, genauso wie die Zahl der „Nomadi“ selbst: Seit dem EU-Beitritt Rumäniens reisen immer mehr mit dem Linienbus nach Italien und lassen sich nieder, wo gerade Platz ist. Einzelne, Aufsehen erregende Verbrechen – wie der Mord an einer Römerin im vergangenen Herbst –, sowie eine mehr gefühlte als statistisch verifizierbare Zunahme von Diebstählen und Einbrüchen haben dazu geführt, dass „Roma“ und „Kriminalität“ in eins gesetzt werden. Am 30. Oktober war eine 47-jährige Italienerin, die Frau eines Marineoffiziers, vergewaltigt und so schwer misshandelt worden, dass sie später ihren Verletzungen erlag. Dringend tatverdächtig war ein 24-jähriger Roma.

Kreiner würde seine Intention vielleicht nicht darin wiederfinden, wenn ich ihm bescheinigte, auch er suche bei den Roma selbst nach den Ursachen für die jüngsten Ausschreitungen. In der Form, wie er sich über mögliche Hintergründe Gedanken macht, landet sein Artikel unglücklicherweise aber genau da.

Hintergründe wovon? Der Situation der Roma in Ponticelli? Haben sie die Gewalt gegen sich selbst provoziert? In welchem Diskurs wäre dies überhaupt entscheidend? Etwa dem der Presseorgane, die im Zeitraum von etwa anderthalb Jahrzehnten den Bedürfnissen einer neuen politischen Elite angepasst wurden? Ich mochte an Italien bislang, dass selbst entlegenste Provinzbuchhandlungen mit kaum ersichtlichem Lesepublikum so gut sortiert waren, dass sie von kommunistischer Literatur über französische Poststrukturalisten bis zu amerikanischen Lyrikern alles zu haben schienen. Konträre Sichtweisen waren also möglich. Welchen Geschmack bekommt das, wenn man sieht, wie genau das seit Jahren deutlich zurückgeht, und selbst der Verlag Einaudi, zwar nach wie vor erkennbar links, Berlusconi gehört? Auch so kommen ökonomische Entwicklung, politische Hegemonie und Diskurshoheit zusammen. Und linken Medien muss nicht mal ihre Autonomie beschnitten werden.

Die Kunst des Hintergrunddetails. Geht es um Ausschreitungen gegen Einwanderer, folgt in deutschen Medien gerne die Bemerkung: Italien habe am stärksten unter dem «Zustrom» von Flüchtlingen zu leiden (Klassiker: Flüchtlinge als amorphe, reissende Masse). Wird ein illegales Flüchtlingsboot entdeckt, ist von Menschenhändlern die Rede, es wird quasi aus humanitären Gründen empfohlen, den Flüchtlingen in ihrem eigenen Interesse das Ankommen an der italienischen Küste mit allen Mitteln zu verweigern, um «Schleuserbanden» das Handwerk zu legen. Es werden Gesetze verabschiedet, die die Einwanderungsbedingungen verschärfen (Schäuble nennt das: «Balance zwischen der Solidarität mit den verzweifelten Opfern des Menschenhandels und Festigkeit gegen illegale Immigration»), und zwar nicht nur von der zusammengerotteten Clique der Regierung Berlusconis, erst recht von der zusammengerotteten Clique der deutschen Politik.

Wieso muss, auch nur aus journalistischer Korrektheit, die Frage gestellt werden, wieweit die Kriminalität in Italien mit der Zahl der Einwanderer angestiegen sei? Meinten Sie: Anstieg der kriminellen Gewalt gegen Einwanderer? Zählen Anti-Roma-Pogrome zur Kriminalität oder nur zur «Reaktion»? Erinnert das nicht, schon wegen der verwandten Thematik, an die Umfrage des «Spiegel» vor vielen Jahren zu sog. «judenkritischen» Positionen der Bevölkerung?

Selbst noch die taz in ihrem deutlichen Artikel beeilt sich, zu betonen, dass die den Roma unterstellten Mord- und Vergewaltigungsfälle nicht nachgewiesen worden seien. Kann man machen. Aber wenn doch, würde das was ändern? Begeht ein Rom eine Straftat — ist das dann Teil einer «Roma-Kriminalität», oder gehört das strukturell nicht eher zur Kriminalität der sich selbst und der Mafia überlassenen Ghettos in Rom, Mailand, Neapel, Taranto oder Bari? Also jener Gesellschaftsschichten, die, ob italienisch oder nicht, seit je von der italienischen Politik und den Medien unter die Aliens rausgezählt werden, weil nicht alle Lumpenproletarier das Glück haben, der pittoresken Romanwelt de Crescrenzos zu entsprechen? Und wenn Kreiner schon beim Thema Migration ist: warum nennt er nicht einen durchaus präzisen Grund, warum Roma Rumänien verlassen, und welches Licht das auf den italienischen Mob und das italienische Regierungslager, übrigens auch auf die deutsche Politik wirft, um ein älteres deutsches Beispiel zu erwähnen:

Vor zwei Wochen flohen über 20 Roma teilweise in großer Panik aus der Stadt, weil sie der Abschiebung eines Flüchtlings nach Rumänien durch den Kreis Lippe hilf- und fassungslos zusehen mussten.

(Lippe 1991, seither wird sich die Situation kaum verbessert haben. Vgl. auch [1], [2] [3] — und ein Link von 2001)

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Das ist ein Text, wie ich ihn normalerweise in der Schublade lasse, weil ich weiß, dass ich ziemlich schwatzhaft bin. Vielleicht hätte ich es auch diesmal tun sollen. Es ist nicht Sache der Opfer, für den Hass gegen sie Erklärungen zu liefern. Ihre Soziologie führt dem entscheidenden, für mich sehr unangenehmen Problem nicht einen Millimeter näher: Wieso gibt es in Italien eine faschistische Mehrheit?

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[] the butler — Le XXVI Floréal de l'an CCXVII

MacSword ist ein kostenloses Open-Source-Programm zum Forschen und Studieren von Gott und Seinem Wort. [Charityware]

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[] the butler — Le XXVI Floréal de l'an CCXVII

Il sito è stato ristrutturato ed ora tutti gli archivi possiedono nuovi percorsi, pertanto per localizzare la pagina desiderata occorre cliccare sulla bandiera italiana per accessare la pagina default e poi scegliere la versione preferita per entrare così nella relativa pagina principale. Se nonostante ciò continua ad essere esibita questa pagina, significa che state visualizzando le vecchie copie delle suddette due pagine che stanno nel «cache» del vostro computer invece di quelle nuove che sono on-line. In questo caso è indispensabile dare un «refresh» alle stesse premendo il pulsante F5. Ricordate che questa è una regola basica della navigazione in Rete. A tutti buona navigazione e buon ascolto!!

Das Webangebot wurde umstrukturiert, und so besitzen nun alle Archive neue Zugangswege; um die gewünschte Seite zu finden, bedarf es eines Klicks auf die italienische Fahne, der Sie zur Startseite führt; danach wählen Sie bitte Ihre bevorzugte Version, um zur jeweiligen Hauptseite zu gelangen. Wenn dann unbeirrt dennoch diese Seite angezeigt wird, bedeutet dies, dass Sie der alten Faksimiles obiger zweier Seiten ansichtig sind, die sich im «cache»1 Ihres Rechners befinden, statt jener Seiten neueren Datums online.2 In diesem Fall ist es unerlässlich, selbigen einen «refresh»3 mittels der Taste F5 angedeihen zu lassen. Behalten Sie dies als eine grundsätzliche Regel der Navigation durch das Netz im Auge. Wir wünschen Ihnen allen eine gute Logfahrt und ein angenehmes Hörvergnügen!!3

1. im Original französisch.
2. Lehnwort. wörtl.: auf Linie, [Internet] im Netz verfügbar.
3. im Original englisch.
4. Quelle

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[] edmond — Le XXIV Floréal de l'an CCXVII

I always try hard to be a rebel, but the result is a funny clown!

Lange schon wollte ich für die Rockabilly-Legende Elvis Pummel Reklame machen, ein Star, der auf myspace.com schon präsent war, als Rupert Murdoch noch mit myblog.de kokettierte [Murdoch kaufte myspace da gerade, ähem]. In den 90ern sahen mein Bruder und ich ihn (den King) mit einem Freund in der Dortmunder Fußgängerzone the King’s Greatest improvisieren, unser Butler ist später mit ihm zusammen im Auto eines wahnsinnigen, reichen, adligen, jungen Münchner Schnösel mitgenommen worden, damit prahlt der Kleine (unser Garçon) ja heute noch. Vor diesem Hintergrund ist es ein charmanter Zufall, ihn (den King) auf dem legendären WFMU’s Beware of the Blog wiederzufinden, insgesamt aber überrascht es mich nicht:

Elvis Pummel («Pummel» is a rather benign German term for slightly overweight people) has been around for a long time, playing live shows since the mid 80s, gaining local celebrity status in Dortmund, and winning the 1993 contest for Worst Guitarist of North Rhine-Westfalia. [Hierzu eine Quelle, A.d.G.] Among his influences he lists Ed Wood, Hasil Adkins, Kylie Minogue, the Backstreet Boys, Liberace, Bob Log III, and Michael Jackson.

Allein Titel wie Plastic Pummel verheißen Gutes, man sollte ihn live sehen (z.B. im Dortmunder Sissykingkong oder der Hirsch-Q); mittlerweile ist auch ein Best-Of-Album von ihm erschienen.

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[] edmond — Le XXIV Floréal de l'an CCXVII

«Lesen Sie auf der zweiten Seite, warum Elfriede Jelineks literarische Tricks nun funktionieren.»

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No. 3333: Idyllenstücke

[] jules — Le XXIII Floréal de l'an CCXVII

Unser Butler ist an Erhabenheit nicht zu übertreffen:

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Morgen für Morgen Pharoah Sanders gehört. Freunde, die in die Erinnerung an Musikstücke eingeflochten sind. Fast eine Epoche: noch aus dem Schlaf heraus die Anlage anschalten, hymnische, restlos religiös gemeinte Musik (the creator has a masterplan), die Freiheit, sie ganz und gar sinnlich-irdisch zu hören, les enfants du paradis // du monde.

Dass der eine Freund mir Thembi lieh, dass der andere Freund darin das Stück einer Kassette wiedererkannte, die er sich — damals schon «vor Jahren» — aus dem Radio aufgenommen hatte. Beseligtes Hören dann auch der Kassette: morgendliches Aufwachen im Haus seiner Mutter, gleich würde er den Kaffee raufbringen und die Mutter davon abhalten wollen, mit dem Feudel durch das Zimmer zu gehen, die tut das aber sowieso.

Das offene Fenster. Blick auf den Parkplatz, die Garagenstellflächen. Niedrige Zimmerdecke, jene Epoche, jener Planet hinter der Linie 45.

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Die Wohnungen der Freunde.

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Spaziergänge gemacht. Passanten hinterhergeschaut, unverhohlener als sonst. Eine Frau und ein Mann auf der letzten betretbaren Stelle des Kanalufers, sie wäscht ihm in langsamen Bewegungen den Arm ab. Begegnungen: eine junge Frau fragt mich nach einem Euro, nahtlos die zweite Frage nach einer Zigarette: sie hebt die zu einem V gestreckten Finger ihrer Hand in die Höhe. Ein sprechendes Mädchen: das Handy klemmend zwischen Kopftuch und Ohr geht sie lächelnd und freihändig an mir vorbei. Das T-Shirt eines Jungen, bestehend aus eigentlich zwei Übereinandergezogenen, das obere gibt durch Scherenlöcher den Blick auf das untere frei. JEANSMITH gelesen: auf einem aufblitzenden Gürtel.

*



*

Spaziergänge gemacht. Wörter notiert: Kühlfelder, Kühlflasche. Gasdruckregelanlage. Kathodischer Korrosionsschutz. Alles für fitte Fiffis und rassige Katzen. | Putzmunter — wir haben mehr als nur einen Vogel | Ich werd zum Tier. Ladenschilder. Zum Insulaner, Zum alten Merkuraner, Kleinflohmarkt und Drugstore. Wir müssen was bewegen in der Nordstadt. Steht auf und zeigt Gesicht. Sonst ändert sich nichts!

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Spaziergänge gemacht. Am Kanal Kinder, Pubertät in der Nordstadt: in einem Fummel, dem man nicht ansieht, wo er gekauft wurde, die Maske der per feature bösen Mimik, die verheimlicht, dass sie kindlich Spaß haben: in besagtem Fummel von der Stahlbrücke springen, ins tiefe Wasser des Kanals.

[Auch das: dass die Miene des «Gestresst-/Genervtseins» zur Mimikry gehört, mit welcher sie «Erwachsene» spielen.]

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Belustigt andere und mich beobachtet, während wir das Geäst der Bäume abfotografieren, Zweiglein, Vogelhäuschen, Pflänzchen — all das waldähnliche Gemüse, das ein Baldachin ist für die Kinderwagen darunter; das Kichern des kleinen Jungen klingt wie die Taube hier gegenüber, jenes «wilde Tier».

*



*

Der Park als Utopie. Le songe d’une chose. Konstruktion weniger der Natur, als einer Form der Gelassenheit. Epikurs Garten. Erinnerung an A.‘s Bruder vergangenes Jahr, als er nicht merkte, dass wir nahten, während er in einem Buch weiterlas. Hat Piranesi eigentlich was über Parks gemacht? Die Balance zwischen Meisterplan und Planvergessenheit. Das liegengebliebene Buch | das liegengebliebene Blatt. Die Wildheit kommt eher von der benachbarten Industrie her. Suggestion der Ferne im urbanen Freizeitraum. Gänge, die abzuschreiten, Kreise, die zu umzirkeln sind. Ich müsste wieder mehr durch die Vorstädte gehen.

*

i like reading a book while standing around in the kitchen!

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Gelesen. Seiten umgeblättert. Nach langer Zeit wieder Wörter wahrgenommen, über die blöderen Sentenzen hinweggesehen, Sätze, Bilder, Textkörper. (Las ich Handke nicht hier im Park das erste Mal? Die Peter-Handke-Epoche. Zugleich die Peter-Weiss-Epoche. Die Epoche der drei Gehenden | der Stunde der wahren Empfindung | des Schattens des Körpers des Kutschers. Von hier aus Walser, Flaubert.)

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Kafkastrasse, Brechtener Straße, Weistumweg, Westheck.

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Gespräch mit S. (s.u.); erzähle ihm, wie ich in manchen Städten beim Spazierengehen unversehens in «Ghettos» geraten sei: die Fassaden blieben die gleichen, jedes Haus dem andern ähnlich, nur wenn man sich vorwärts bewegte, veränderten sich die Menschen, wechselten sich aus, wurden andere usw. Beim Erzählen ist mir unheimlich geworden.

*

Gespräch mit S. (s.o.), er droht mir mit Urbanen Legenden und dem Raub meines Namens. Beschlossen, seinem Bedürfnis nach Kükenbildern Genüge zu tun.




«schurkisches Lachen» (Handke).


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[] the butler — Le XVII Floréal de l'an CCXVII

Ich möchte jetzt ein wenig erhabener werden.

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[] jules — Le XVI Floréal de l'an CCXVII

Auf dem Salsoul-Album von Joe Bataan eine Live-Version von «Peace, Friendship, Solidarity», gesungen auf einem Ostberliner Konzert (1973), gewidmet «the people struggling all over the world», dazwischen die Titelzeile gesungen auf deutsch, auf spanisch, auf russisch.

*

Am Laster des Alteisenhändlers vorbeigekommen, ein einfacher Wagen mit Laderampe, der Händler unterhält sich mit dem Kioskmann gegenüber. Es ist vielleicht derselbe, der sonst mit der Kuhglocke durch die Straßen zieht, oder aber sein Konkurrent; während er sich unterhält, kommt aus den Lautsprechern des Lasters ein anderes, von mir genauso bisher nicht zugeordnetes Signalstück: «Muss i denn zum Städele hinaus» in Nonstop-Länge, verzerrt, als seien die Soundlinien über ein Reibeisen gezogen; jede Note nachhallend entschleunigt, Abgrenzungen nicht auszumachen, ein Klang wie entrückter Schrott, wie ein Zwischenton, eine verfälschte Septime, wie der Auftrittsjingle des elektrischen Demiurgen.

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Die Tschilpmaschine. Das Wunderwerk der Mechanik in 140 Zeichen.

*

Geräusche, Federung, Klang, études de lévitation dans la salle des pas perdues.

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[] edmond — Le XVI Floréal de l'an CCXVII

ich hatte letztens auf einer Gartenparty ein trunkenes Gespräch mit einer Stalinistin und einem Juristen [wer hat mehr Unrecht begangen, Stalin oder Jura?]

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[] jules — Le XVI Floréal de l'an CCXVII

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[] jules — Le XV Floréal de l'an CCXVII

Soul Sides: Joe Bataan. Ordinary Guy

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Bataan’s retirement with a framed DJJ badge:

Having begun his career in 1983 as a Juvenile Counselor, Mr. Bataan rose through the ranks to Associate Juvenile Counselor II before retiring in January of this year, completing 25 years with the Department. […]

Commissioner Hernandez added, “Joe Bataan dedicated 25 years of his life as a juvenile justice professional making significant contributions that made the City’s detention system better and more responsive to children.”

Mr. Bataan says he will use his newfound time to do some well deserved travelling.
In addition to his outstanding accomplishment in serving our City’s youth, Joe Bataan is a legendary salsa band leader who was recognized for his musical ability by Mayor Michael Bloomberg at DJJ’s 2007 Employee Recognition Ceremony at the historic Tweed Courthouse.

[Joe Bataan Retires After 25 Years of Public Service to the City’s Youth | PDF]

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[] jules — Le XV Floréal de l'an CCXVII

Für micro_robert......und für die halbschattentaube

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[] jules — Le XV Floréal de l'an CCXVII

«Wo ist Schillers echter Schädel?» (*Kicher* *Böse grins*)

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Die zwei berühmten Szenen aus Shakespeares Hamlet, zusammengefasst und inszeniert von den Brüdern Goncourt; Jules spielt den Yorick

[] jules — Le XIV Floréal de l'an CCXVII

Elsinore Castle.

Enter Hamlet. His Butler prepares some dishes, something’s rotten in the oven.
HAMLET. To be, or not to be — that is the question:

Whether ‘tis nobler in the mind to suffer
The slings and arrows of outrageous fortune
Or to take arms against a sea of troubles,
And by opposing end them. To die — to sleep —
No more; and by a sleep to say we end
The heartache, and the thousand natural shocks
That flesh is heir to. ‘Tis a consummation
Devoutly to be wish’d. To die — to sleep.




To sleep — perchance to dream: ay, there’s the rub!
For in that sleep of death what dreams may come
When we have shuffled off this mortal coil,
Must give us pause. There’s the respect
That makes calamity of so long life.




For who would bear the whips and scorns of time,
Th’ oppressor’s wrong, the proud man’s contumely,
The pangs of despis’d love, the law’s delay,
The insolence of office, and the spurns
That patient merit of th’ unworthy takes,
Then he himself might his quietus make
With a bare bodkin? Who would these fardels bear,
To grunt and sweat under a weary life,
But that the dread of something after death —

The undiscover’d country, from whose bourn
No traveller returns — puzzles the will,
And makes us rather bear those ills we have
Than fly to others that we know not of?
Thus conscience does make cowards of us all,
And thus the native hue of resolution
Is sicklied o’er with the pale cast of thought,
And enterprises of great pith and moment
With this regard their currents turn awry
And lose the name of action.

— Soft you now!
The fair Ophelia! — Nymph, in thy orisons
Be all my sins rememb’red.

Enter the Butler.

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[] jules — Le XIV Floréal de l'an CCXVII

The Hamlet Weblog

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Bildnis der Brüder Goncourt als Medi & Zini

[] jules — Le XIV Floréal de l'an CCXVII
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[] the butler — Le XIV Floréal de l'an CCXVII

Ich komme mir ein bisschen vor wie Jonas (Jona 3,1): ich hänge über Antville und will das Nichts sehen; es passiert — nichts. Unsere nächsten Schriften erreichen Euch vom Bauch des Wals.

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Es gibt da einen gewissen Phänotyp Dortmunder, der mich zur Hoffart reizt: die Sorte, die ihre Häuschen in esoterischen Vororten hat (Lücklemberg): Ich gehe samstags Shoppen und zieh mir was Pfiffiges an, resp.: Du kannst mich auch Hakenschlag-Bunny nennen.

*

C&A betreten, um pfiffig zu shoppen für nächsten Samstag. Oder übernächsten. Streifenmustertshirts sind wohl das nächste große Ding, hm?

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[] jules — Le XIV Floréal de l'an CCXVII

Tiedemann und Schweppenhäuser, die Gilbert und Sullivan der deutschen Herausgeberkultur, haben es tatsächlich geschafft, die labyrinthische Struktur der Benjamin-Texte auf die Inhaltsverzeichnisse seiner «Gesammelten Schriften» zu übertragen.

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[] jules — Le XIV Floréal de l'an CCXVII

Walser’s brand of sad-sack humor

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