[] edmond — Le XII Nivôse de l'an CCXVIII

Wenn es übrigens einen Grund dafür gäbe, einen Account bei facebook anzulegen, wäre es der, dass, während wir gerade über Avatare sprachen und ihre Art, in unser sogenanntes Leben einzugreifen, die Mitbewohnerin des Freundes ihm die Mitteilung ins facebook postete, dass das Fleisch gerade dabei sei, anzubrennen. Danach rochen wir es auch.

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[] jules — Le XII Nivôse de l'an CCXVIII

Why complaining / why the rain is raining?

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Wege aus der Krise: Das Floß der Medusa (1819)

[] edmond — Le IX Nivôse de l'an CCXVII

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[] jules — Le VIII Nivôse de l'an CCXVII

mail-online über den 17-Jährigen Vidal Sassoon, laterly known as Friseur des geometrischen Stils: How King of Crimpers Vidal Sassoon cut Britain’s fascist thugs down to size

Though the post-war Fascist movement never reached the size of the pre-war Blackshirts, the East End Jews knew that Hitler’s National Socialist movement had also started small.

The lack of organised resistance on the Continent had led to the Holocaust, the results of which had been witnessed by many British servicemen who were at the liberation of Dachau and Belsen.

[…]

“After Auschwitz, there were no laws,” says Sassoon of Jewish tactics.

The 43 Group – so-called because of the number of ex-servicemen who turned up to the founding meeting at the Jewish centre Maccabi House in South Hampstead in the spring of 1946 – regularly broke the law in their struggle, and their veterans are proud to have done so.

Their philosophy, instilled into them after six years in the Services, was simple: attack all Fascists.

Sassoon nahm offenbar 1948 als israelischer Soldat am 1. Jüdisch-Arabischen Krieg teil und gründete das Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism.

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[] edmond — Le VIII Nivôse de l'an CCXVII

Mir fällt eigentlich jetzt erst auf, was es heißt, ein Datenbanksystem Oracle zu nennen.

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[] edmond — Le VIII Nivôse de l'an CCXVII

Geschichte geht voran. Was für ein schöner Morgen. Zweimal zwei Richtige. Tarot als hermeneutische Maschine. Lotto, Schach, Tarot.

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[] edmond — Le VII Nivôse de l'an CCXVII

In dem Wagen saßen vier finster blickende, unrasierte Männer auf engstem Raum. Das Auto könnte vor Jahrzehnten elegant gewesen sein, jetzt schlurfte es wie ein Carrera-Bahn-Auto vorbei: und klang genau so. Ich fragte mich noch, an welchen Film mit Hannah Schygulla mich das Blechstück erinnerte, als es langsam in eine Kurve zog und Schüsse von sich gab. Es hatten Kinder ihre Milchtüten auf die Fahrbahn gelegt; über das platzende Geboller bekamen sie sich gar nicht mehr ein.

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Malen nach Zahlen

[] edmond — Le VII Nivôse de l'an CCXVII

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[] the butler — Le VI Nivôse de l'an CCXVII

Das Bett als ontologischer Goncourt-Beweis.

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[] edmond — Le V Nivôse de l'an CCXVII

Update: der hier früher mal erwähnte Film heißt The Cruise (1998), der Dichter heißt Timothy «Speed» Levitch, und hier ist ein Interview mit [ihm und] dem Filmemacher Bennett Miller.

Ein paar Informationen zu Levitch, mit dem auch Waking Life gedreht wurde (Ausschnitt auf Youtube), finden sich auf Everything2.com; es gibt von ihm außer einem kurzlebigen Ex-Blog Speedology noch The weekly Speed Levitch Online video blog, bei dem ich nicht genau weiß, wie oft es aktualisiert wird. Im Augenblick erinnert mich das von Zac Eubank mit Levitch gedrehte Video Speed Levitch In City Of Fountains daran, dass es nicht zuletzt seine Stimme ist, die mich anspricht, diese sanfte Reminiszenz an Hase Cäsar.

Auf Youtube gibt es offenbar den kompletten Film The Cruise in 11 Teilen. Die Schlussszene auf dem Dach des World Trade Center findet sich hier:

Levitch lebt zur Zeit wieder in seiner Heimatstadt Kansas City:

Well, of course, my favorite thing about Kansas City is that the state line that divides Kansas from Missouri is just another avenue of the city that fits into the grid plan of the city as easily and unnoticeably as any of the other major boulevards of the city. All day long, within the city limits of Kansas City, one may well pass between Missouri and Kansas several times without barely ever noticing it. Kansas City is, therefore, a capital city of boundary-disillusion; a place where the biggest border has almost no signifance or visibility throughout the average day. I love Kansas City because I hate categorization and the reflex that impels human beings to need categories; I love Kansas City because I prefer boundlessness to boundaries.

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[] jules — Le V Nivôse de l'an CCXVII

Nicht der/die Lucien De Rubempré nach dem/der du gesucht hast? Suche weiter.

[Eigentlich müsste ich mich jetzt bei Facebook anmelden, nur, um etwas über Rubempré zu erfahren. Überhaupt: die Biografien derer zusammenziehen, die sich denselben Namen geben, um etwas über den Namen zu erfahren. | Sich den richtigen Namen geben. | Der Schauspieler, dessen Biografie sich aus seinen Rollen ergibt, im Curriculum vitae stünde dann: Auf dem Friedhof gewesen, mit einem Schädel gesprochen, ich bin der Richtige für Ihr Büro.]

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[] edmond — Le II Nivôse de l'an CCXVII

Wie sie immer nur etwas synchron tanzen, ohne von der Choreographie den Imperativ zu übernehmen. Die Frau, die in Minute 3:11 stehen bleibt. Figuren, die die Tänzer ausführen und eigentlich doch nicht. Das kann sich wieder auflösen. Keine Formation, nichts uniform; Gesten en passant. (*)

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[] jules — Le XXIX Frimaire de l'an CCXVII

Viel besser als die üblichen Schicksalsmetaphern: Wasser, Strom, Fluß, Gezeiten etc. eignet sich doch schon das Mitnehmen, Verlieren, Klauen von Kugelschreibern.

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[] edmond — Le XXIX Frimaire de l'an CCXVII

Am Lenkrad des funkelnden Jeep Cherokee ein Mann im Holzfällerhemd | Nachts gehe ich die Stadt allein entlang, umgeben von drei Schatten.

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[] edmond — Le XXVIII Frimaire de l'an CCXVII

Chanteurs des rues, le monde est grand et vous n’arriverez jamais.

[Breton/Soupault, Les champs magnétiques, 96]

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[] edmond — Le XXVII Frimaire de l'an CCXVII

die Burleske.

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[] edmond — Le XXVI Frimaire de l'an CCXVII

(ich verstehe nicht ganz, was die treiben: zunächst dachte ich, es ginge um Thai-Massage, aber so simpel ist das nicht. Die einen Leute schauen Einführungsvideos, die anderen liegen nur mit Handtüchern bekleidet auf den Liegen, sie tragen Kopfhörer; die Betreuer massieren sie nicht, sondern sitzen neben ihnen und sprechen leise mit ihnen. Gut, ein Meditationskurs, aber was sollen die Bottiche unter den Liegen? Übrigens rennen die Kunden ständig aufs Klo.)

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[] jules — Le XXVI Frimaire de l'an CCXVII

Wär ich Chef in einem Schnöselbüro, in dem alle ihre Infos über das Handy in die Netzwerke pushten, würde ich, glaube ich, die Daumen in die Armlöcher meiner Weste stopfen und herumbrüllen: «Krautzke! Tun Sie Ihre Arbeit! Im Dienst wird nich getwittert! Wo sind Ihre Bilanzen der Jahre 1972-2001? Häh?» Und wollte sich dann einer fortschleichen, um irgendwelchen Bürgerreportern vor dem Wasserspender die neuesten Margen zu verraten, riefe ich: «Flötzendorff! ‘Zeihung, — VON Flötzendorff!! Hören Sie auf, mit Ihren Internetbekanntschaften zu quatschen! Für Family ist in den Geschäftsräumen kein Platz!» Letzteres nur deshalb keine Lüge, weil ich ein paar jungen Kollegen mit Kindern freigegeben habe, damit sie mit den Kleinen ins Kino gehen, unter der Voraussetzung, dass sie sich auch wirklich Zelluloidstreifen ansehen, außerdem läuft da gerade eine Chahine-Retrospektive, bin ja kein Unmensch.

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